Pressemitteilung 09.09.26

Anlässlich der Abgeordnetenhauswahl am 20. September legt die Berliner Zeitwohnen-Plattform Wunderflats ein umfassendes Positionspapier für die nächste Legislaturperiode vor.

Positionspapier zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026

Wunderflats fordert ein klares, vernünftiges Regelwerk und eine bessere Verzahnung von Wohnen, Verwaltung und Fachkräftestrategie für Berlin

Berlin, 9. September 2026. Anlässlich der Abgeordnetenhauswahl am 20. September legt die Berliner Zeitwohnen-Plattform Wunderflats ein umfassendes Positionspapier für die nächste Legislaturperiode vor. Die Forderung: Ohne ausreichend Wohnraum verliert Berlin im Wettbewerb um Fachkräfte, während ohne eine schlankere Verwaltung vorhandener Wohnraum ungenutzt bleibt. Berlin lebt von Bewegung und Zuzug und beides muss gestärkt werden.

Ob eine Forscherin für ein Projekt nach Berlin kommt oder eine Fachkraft hier eine neue Stelle antritt, entscheidet sich oft an sehr praktischen Fragen: Gibt es kurzfristig bezugsfertigen Wohnraum mit Option auf Anmeldung? Sind Verwaltungsverfahren zugänglich und verständlich? Diese Fragen sind für Wunderflats im Umgang mit Mietenden alltäglich und zeigen deutlich, dass die Wohnungspolitik mit darüber entscheidet, ob Berlin Fachkräfte gewinnen und langfristig halten kann. Zeitwohnen ist die Lösung für flexible Wohnanforderungen.

Wunderflats richtet deshalb folgenden Appell an die nächste Berliner Landesregierung:

  • Zeitwohnen ist Wohnen. Wer für ein Semester, ein Klinikjahr, eine Projektbetreuung, nach einer Trennung, nach einem Brand- oder Wasserschaden für einige Monate eine bezugsfertige Wohnung braucht, ist kein Tourist und verdient daher auch keine Regulierung, die für Ferienwohnungen gemacht wurde.
  • Berlin gewinnt, wenn Menschen ankommen können. Fachkräfte, Studierende, Auszubildende, Forschende und Menschen in Übergangssituationen finden über Zeitwohnen in Tagen eine Wohnung, für die der reguläre Markt Monate braucht.
  • Zeitwohnen ist Teil der Krisenvorsorge dieser Stadt. Ob Krieg in der Ukraine, der viertägige Stromausfall im Berliner Südwesten oder eine Sanierung nach Brand: Wer schnell Wohnraum braucht, braucht ein Netz privater Wohnungen, das innerhalb von Tagen reagiert.
  • Missbrauch muss konsequent verfolgt werden. Wir unterstützen Transparenz und Durchsetzung bei Ferienwohnungen, hotelartiger Nutzung und Wucher. Was wir ablehnen, sind unspezifische pauschale Genehmigungspflichten, die rechtmäßiges Wohnen unter Verdacht stellen und vor Gericht nicht halten werden.
  • Die nächste Landesregierung sollte Zeitwohnen klar definieren und rechtssicher ermöglichen. Zeitwohnen sollte in Fachkräfte-, Wissenschafts- und Krisenpolitik eingebaut werden und die Kraft der Verwaltung dorthin gelenkt werden, wo sie wirkt: auf den Bau von Wohnungen und auf echte Verstöße.

Zum "Ankommen" in der Hauptstadt gehört ebenso eine vollständig digitale Verwaltung. Mehr als 400 Verwaltungsleistungen sind online verfügbar. Das 2026 gestartete Digitale Willkommenszentrum sollte deshalb mit dem Business Immigration Service, der elektronischen Wohnsitzanmeldung und weiteren Verfahren zu einem mehrsprachigen digitalen One-Stop-Shop verbunden werden.

Wohnen und dessen Zugänglichkeit für ausländische Fachkräfte wird immer mehr zur Standortfrage für Berlin und Brandenburg

Unternehmen, Hochschulen, Kliniken und Kulturinstitutionen können offene Stellen nur besetzen, wenn neue Beschäftigte tatsächlich in Berlin ankommen und bleiben.

"Berlin muss Wohnungspolitik, Verwaltung und Standortentwicklung zusammen denken. Zeitwohnen ist dabei eine ganz entscheidende Brücke. In der nächsten Legislaturperiode muss es darum gehen, dieses Angebot rechtssicher zu erhalten, Mieterinnen und Mieter zielgenau zu schützen und zugleich mehr Wohnraum zu ermöglichen. Pauschale Verbote, unklare Verwaltungspraxis und immer neue Datensammlungen ersetzen keine funktionierende Wohnungspolitik," sagt Jan Hase, CEO von Wunderflats.

Studien zu möbliertem Wohnen auf Zeit

Laut einer Studie des ifo Instituts (April 2026) macht Zeitwohnen bundesweit weniger als ein Prozent aller Mietverhältnisse aus, ein Beleg für eine Verdrängung des regulären Mietmarkts findet sich nicht. Eine Studie von Prognos (April 2026) beziffert den bundesweiten Bedarf auf über 400.000 Menschen in den letzten vier Jahren, davon rund 250.000 Fachkräfte und Projektarbeitende. Fast die Hälfte von ihnen (49 Prozent) hätte ihren Job oder ihr Projekt ohne die angefragte Unterkunft nicht antreten können. Für Berlin allein steht laut Prognos jährlich eine Wertschöpfung von rund 777 Millionen Euro auf dem Spiel, wenn Betroffene ihr Vorhaben ohne verfügbaren möblierten Wohnraum auf Zeit vollständig aufgeben. Beide Studien wurden im Auftrag von Wunderflats erstellt.

Über Wunderflats

Wunderflats macht es einfach, vollständig möblierte Wohnungen ab einer Mietdauer von einem Monat zu finden. Ideal für berufliche Umzüge, Auslandsaufenthalte oder andere Lebensveränderungen. Mit Wunderflats wird Mieten in Europa sicher und unkompliziert. Das Berliner Unternehmen wurde 2015 von Jan Hase und Arkadi Jampolski gegründet. Es bringt verifizierte Vermieter mit sorgfältig geprüften Mietern zusammen. Wunderflats ist Teil der Infrastruktur, die modernes Wohnen und Arbeiten in Europa unterstützt. Durch die Vermietung sonst häufig ungenutzter Wohnungen trägt das Unternehmen dazu bei, Wohnraum effizient zu nutzen. Aktuell sind über 65.000 Wohnungen in acht europäischen Staaten gelistet. Wunderflats beschäftigt mehr als 150 Mitarbeitende.

Weitere Informationen unter www.wunderflats.com.

Pressekontakt (i.A.)

Die HimmelsSchreiber GmbH
K.P. Schmidt-Deguelle
press@wunderflats.com
+49 170-8120031

Presse-Statement als PDF hier