mit der durch die Justizministerin eingesetzten Expertenkommission zum Mietrecht verbindet sich die Erwartung, zentrale Weichen für die Zukunft des Wohnens zu stellen. Doch der aktuelle Auftrag ist stark auf Sanktionen ausgerichtet und greift damit zu kurz. Ein zeitgemäßes Mietrecht muss nicht nur Missbrauch verhindern, sondern auch befähigen, steuern und moderne Wohnformen berücksichtigen.
Die Kommission sollte daher Wege aufzeigen, wie die Aktivierung leerstehenden Wohnraums erleichtert und der knappe Bestand am effizientesten auf die Bedarfe allokiert werden kann. Regulierung braucht Akzeptanz, und die entsteht nur, wenn Sanktionen und Anreize in einem
ausgewogenen Verhältnis stehen. Ein moderner Transparenzrahmen, der Mietspiegel, Plattformdaten und kommunale Informationen verknüpft, würde zukünftige Entscheidungen zudem auf eine solide Grundlage stellen.
Die Kommission hat jetzt die Gelegenheit, das Mietrecht so weiterzuentwickeln, dass es Verfügbarkeit, Fairness und Transparenz in einem zeitgemäßen Rahmenwerk vereint. Nur wenn Regulierung nicht blockiert, sondern ermöglicht, kann sie zum echten Bestandteil der Lösung werden.
Bei der Lektüre wünsche ich Ihnen viel Vergnügen!
Ihr Jan Hase
CEO, Wunderflats


