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Ihr Mietkautionsrechner: So berechnen Sie die Zinsen für Mietkaution im Jahr 2024

Vermieter:innen sind dazu verpflichtet, die Kaution ihrer Mieter:innen zu verzinsen, was oftmals für Verwirrung sorgt. Der Betrag orientiert sich hierbei am üblichen Zinssatz für Sparkonten. Damit Sie einen besseren Überblick über die mögliche Verzinsung erhalten, die Sie Ihren Mieter:innen schulden, stellen wir Ihnen im folgenden Beitrag einen vereinfachten Mietkautionsrechner zur Verfügung.

Was sind Mietkautionszinsen?

Mietkautionszinsen werden auf die Mietkaution gezahlt, die Mieter:innen als Sicherheit für mögliche Schäden an der gemieteten Immobilie hinterlegen. Laut § 551 BGB Abs. 3 sind Vermieter:innen dazu verpflichtet, das Geld gesondert für Mieter:innen anzulegen: 

„Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen muss die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen und stehen die Erträge dem Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit. Bei Wohnraum in einem Studenten- oder Jugendwohnheim besteht für den Vermieter keine Pflicht, die Sicherheitsleistung zu verzinsen.“

Die üblichen Zinssätze werden regelmäßig von der Bundesbank veröffentlicht und haben ihren Ursprung im Leitzins, den die Europäische Zentralbank festlegt. Gemäß den geltenden Mietrechtsbestimmungen sind Vermieter:innen dazu verpflichtet, die durch die Kaution erwirtschafteten Zinsen zu berechnen und den Mieter:innen eine klare Aufstellung zur Verfügung zu stellen. Diese Abrechnung sollte den Zeitraum abdecken, für den die Zinsen angefallen sind, sowie den Zinssatz, der für die Berechnung verwendet wurde.

Wichtig: Mieter:innen haben nur Ansprüche auf die Kaution und die hieraus entstandenen Zinsen, falls keine Ansprüche aufseiten der Vermieter:innen gegen die Kaution geltend gemacht werden.

Mehr Begriffe aus dem Immobilienbereich finden Sie in unserem Blogbeitrag: Das ultimative Immobilienlexikon: Diese Begriffe sollten Sie kennen.

Ihr Mietkautionsrechner 2024: So berechnen Sie die Mietkaution

Der Kautionszins lässt sich mit der folgenden, vereinfachten Formel ermitteln: 

Z = K x p/100 x t/360

Folgende Variablen werden hierbei verwendet:

  • Z steht für den Mietkautionszins innerhalb eines Jahres 
  • K steht für die Kautionssumme in Euro
  • P ist der Prozentsatz bzw. der Zinssatz
  • T steht für die Anzahl der Tage

Bei dieser Formel, auch kaufmännische Zinsformel oder Zinsmethode genannt, wird jedem Monat eine fiktive Dauer von genau 30 Tagen zugeordnet. Aufgrund dieser Vereinfachung hat ein Jahr somit exakt 360 Tage. Dank dieser Anpassung konnten Kaufleute die anfallenden Zinsen mit geringem Aufwand berechnen. Diese Formel wird heutzutage immer noch verwendet und kommt beispielsweise bei Sparkonten, Festgeldkonten, Ratenkrediten und Darlehen zum Einsatz.

Der Zinssatz muss zudem ggf. aktualisiert werden, falls sich die Zinsen innerhalb der gegebenen Mietperiode verändern. Wenn Sie Ihre möblierte Wohnung auf Zeit mit Wunderflats vermieten, bleiben Ihre Mieter:innen mindestens einen und im Durchschnitt vier Monate in Ihrer Wohnung. Somit reicht es meistens völlig aus, die oben angegebene Formel und Variablen zu verwenden, ohne weitere Änderungen vornehmen zu müssen.

Mietkautionsrechner: 2 Beispiele

Im Folgenden werden zwei Beispiele angeführt, um Ihnen den Mietkautionsrechner zu verdeutlichen.

Beispiel 1

In Beispiel 1 legen Vermieter:innen 1.000 Euro für 60 Tage zu einem Zinssatz von 1 % an. 

Z = 1.000 € x/1100 x 60/360 = 1,67 €

Nach einer Anlagezeit von 60 Tagen erhalten die Mieter:innen einen Zinssatz von 1,67 Euro.

Beispiel 2

In Beispiel 2 legen Vermieter:innen 1500 Euro für 90 Tage zu einem Zinssatz von 1 % an. 

Z = 1.500 € x 1/100 x 90/360 = 3,75 €

Nach einer Anlagezeit von 90 Tagen erhalten die Mieter:innen einen Zinssatz von 3,75 Euro.

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Es ist immer eine gute Idee, wenn Sie sich von einer:einem qualifizierten Steuerberater:in unterstützen lassen. Die Expert:innen auf dem Gebiet der Steuergesetzgebung und können Ihnen dabei helfen, Ihre steuerlichen Angelegenheiten effizient zu regeln und mögliche Einsparungen zu identifizieren.

Beispielsweise können Steuerberater:innen Sie bei der Buchführung und Kommunikation mit dem Finanzamt unterstützen. Dies umfasst die Verfolgung von Einnahmen und Ausgaben sowie die Aufrechterhaltung genauer Finanzunterlagen.

Er:sie kann Ihnen zudem auch wichtige Hinweise im Zusammenhang mit Ihrer Mietkaution geben, damit Sie rechtlich immer auf der sicheren Seite sind. Dementsprechend kann sich die Investition in eine:n Steuerberater:in langfristig auszahlen.

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